Längere Bindung bedingt effektivere Medikamentenwirkung
2021
Goethe University Frankfurt, Frankfurt, Deutschland
Es gibt vermehrt Anzeichen, dass die Wirkungsstärke eines Medikaments mit der Verweildauer der pharmazeutischen Substanz an seiner spezifischen Bindungsstelle korreliert. Das Signalprotein FAK (Focal Adhesion Kinase) spielt bei Krebs eine Rolle und bei Hemmung dieser Kinase zeigte sich, dass Brustkrebszellen weniger aktiv sind und weniger metastasieren. Bei der Analyse verschiedener FAK-Hemmer kam heraus, dass die Effektivsten am längsten an das FAK-Signalprotein gebunden bleiben. Bei der Bindung von effektiven Hemmern ergibt sich eine Konformationsänderung, die die längere Verweildauer erklärt. Dieses Bindungsverhalten der Inhibitoren kann in Computersimulationen modelliert werden. Die Kombination aus biochemischen und molekularbiologischen sowie in silico Analysen ist eine neue und vielversprechende Methode, um in Zukunft pharmezeutische Wirkstoffe zu optimieren.
Structure-kinetic relationship reveals the mechanism of selectivity of FAK inhibitors over PYK2
Stefan Knapp
Eingestellt am: 11.03.2022
[1] www.cell.com/cell-chemical-biology/fulltext/S2451-9456(21)00003-9?_returnURL=https%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS2451945621000039%3Fshowall%3Dtrue[2] https://www.bionity.com/en/news/1169629/pharmaceutical-research-when-active-substance-and-target-protein-embrace-each-other.html