3D-Matrix zur Modellierung von Knochenmetastasen bei Brustkrebs
2017
Politecnico di Milano, Milan, Italien
Brustkrebs ist eine weit verbreitete Krankheit mit schlechter Prognose bei Frauen. In vielen Fällen ist die Metastasierung von Brustkrebs in den Knochen ein üblicher Schritt des Krebsfortschritts. Die Mechanismen, die dieses invasive Verhalten in dieser spezifischen Mikroumgebung hervorrufen, sind jedoch kaum bekannt. Die derzeitigen Modelle können die wichtigsten Merkmale des Zusammenspiels von Brustkrebszellen und Knochengewebe nur unzureichend wiedergeben. In den letzten Jahren haben sich 3D-Modelle aufgrund ihrer Vorteile bei der Nachbildung des Zellverhaltens in vivo immer mehr durchgesetzt. Hier wird ein Polyether-Urethan-Schaumstoff zum Aufbau einer 3D-Struktur verwendet, um die Wechselwirkungen zwischen menschlichen Brustkrebszellen und der Knochenmikroumgebung zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Schaumstoffmatrix die Kultur menschlicher Osteoblasten und deren Differenzierung aus aus Fettgewebe stammenden Stammzellen korrekt unterstützt. Darüber hinaus war es möglich, die Osteoblasten mit von Brustkrebs stammenden tumorauslösenden Zellen zu kultivieren, was die Bildung von Tumoraggregaten zur Folge hatte. Insgesamt schlagen die Forscher ein neues Material zur Herstellung von Matrizen vor, die die Erzeugung einer 3D-Knochenmikroumgebung in vitro unterstützen, um die Invasion von Brustkrebszellen in Knochengewebe im menschlichen Kontext zu untersuchen.
Polyurethane foam scaffold as in vitro model for breast cancer bone metastasis
Silvia Farè
Eingestellt am: 08.10.2021
[1] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1742706117305809[2] https://data.jrc.ec.europa.eu/dataset/ffebe454-ed9a-47cf-8a33-8cf70c1b7d38




