Ex-vivo-Vergleich der Immunantwort zwischen Primär- und Metastasengewebe von Krebspatienten
2018
Yale University, New Haven, USA
Für die Entwicklung besserer Therapien ist ein genaueres Verständnis der Entwicklung der immunologischen Mikroumgebung während des Fortschreitens von Brustkrebs erforderlich. In dieser Studie verglichen die Forscher Primärtumore und metastasiertes Gewebe von Brustkrebspatientinnen im Hinblick auf die Anzahl der tumorinfiltrierenden Lymphozyten und die Expression des Proteins PD-L1 (programmed death-ligand 1) durch Immunhistochemie sowie die mRNA-Werte von 730 immunbezogenen Genen. Die Daten deuten darauf hin, dass sich metastasierende Brustkrebszellen der Immunüberwachung durch mehrere Mechanismen entziehen. Dazu gehören die Herabregulierung eines breiten Spektrums chemotaktischer und immunaktivierender Zytokine, eine verringerte Antigenpräsentation, die zu einer Mikroumgebung ohne Immunzellen führt, und die Hochregulierung immunsuppressiver und immunvermeidender Mechanismen, die zu einer inerten Immunumgebung führen. Diese Ergebnisse lassen darauf schließen, dass eine Immuntherapie bei Brustkrebs im Frühstadium erfolgreicher sein könnte als bei metastasierten Erkrankungen. Außerdem identifizierten die Forscher mehrere Ziele, die bei metastasierendem Brustkrebs vorhanden sind und die Grundlage für rationale Kombinationsstrategien der Immuntherapie bilden könnten.
Immunological differences between primary and metastatic breast cancer
L. Pusztai
Eingestellt am: 29.07.2021
[1] https://www.annalsofoncology.org/article/S0923-7534(19)31878-2/fulltext[2] https://data.jrc.ec.europa.eu/dataset/352f7dfd-05cf-434b-a96a-7e270dc76573




