Kardioide offenbaren selbstorganisierende Prinzipien der menschlichen Kardiogenese
2021
Vienna BioCenter, Wien, Österreich
Organoide, die in der Lage sind, gewebeähnliche Strukturen zu bilden, ermöglichen die Modellierung menschlicher Krankheiten und deren Entwicklung. In dieser Studie wurden selbstorganisierende Kardioide (Mini-Herzen) aus menschlichen pluripotenten Stammzellen hergestellt, die sich selbst spezifizieren, strukturieren und in kammerartige Strukturen mit einem Hohlraum umwandeln. Die Komplexität der Kardioide kann durch Signale gesteuert werden, die die Trennung von Kardiomyozyten- und Endothelschichten sowie die Ausbreitung des Epikards, die Migration nach innen und die Differenzierung steuern. Es konnte herausgefunden werden, dass die Morphogenese der Kardiomyozyten durch eine mesodermale WNT-BMP-Signalachse gesteuert wird und ihr Ziel HAND1 benötigt, einen Transkriptionsfaktor, der mit Herzkammerdefekten in Zusammenhang steht. Nach einer Kryoverletzung initiierten Kardioide eine zelltypabhängige Akkumulation von extrazellulärer Matrix, ein frühes Merkmal sowohl der Regeneration als auch von Herzerkrankungen. Somit stellen menschliche Kardioide eine leistungsfähige Plattform dar, um die Selbstorganisation und angeborene Herzfehler mechanistisch zu untersuchen und als Grundlage für künftige Forschung zu dienen.
Cardioids reveal self-organizing principles of human cardiogenesis
Sasha Mendjan
Eingestellt am: 31.01.2022
[1] https://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(21)00537-7?_returnURL=https%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS0092867421005377%3Fshowall%3Dtrue