In-vitro Untersuchung der Hautschädigung durch Luftverschmutzung
2017
Université de Pau et des Pays de l’Adour, Pau, Frankreich
Es gibt überzeugende Hinweise darauf, dass flüchtige organische Verbindungen (VOC) potenziell schädliche Auswirkungen auf die Haut haben. Das Wissen über die zellulären Signalvorgänge und die Toxizität nach VOC-Exposition menschlicher Hautzellen ist jedoch noch unzureichend dokumentiert. Ziel dieser Studie war es, die Wechselwirkung zwischen fünf verschiedenen VOC (Hexan, Toluol, Acetaldehyd, Formaldehyd und Aceton) in Dosen, die eine chronische Umweltexposition auf niedrigem Niveau imitieren, und die Auswirkungen auf menschliche Keratinozyten zu untersuchen, um einen besseren Einblick in die VOC-Zell-Interaktionen zu erhalten. Die Forscher weisen nach, dass das Proteasom, ein wichtiges intrazelluläres proteolytisches System, das an einer Vielzahl von Prozessen wie Zellzyklus, Apoptose, Transkription, DNA-Reparatur, Proteinqualitätskontrolle und Antigenpräsentation beteiligt ist, ein Ziel von VOC ist. Die Inaktivierung des Proteasoms nach VOC-Belastung geht mit Apoptose, DNA-Schäden und Proteinoxidation einher. Die Lon-Protease, die oxidierte, dysfunktionale und fehlgefaltete Proteine in den Mitochondrien abbaut, ist ebenfalls ein Ziel von VOC. Bei der Verwendung menschlicher Hautexplantate konnte festgestellt werden, dass VOCs die Zellproliferation verhindern und auch die Proteasom-Aktivität in vivo hemmen. Zusammengenommen geben diese Ergebnisse Aufschluss über mögliche Mechanismen der VOC-induzierten Proteasom-Inaktivierung und die zellulären Folgen dieser Ereignisse.
Oxidative damage and impairment of protein quality control systems in keratinocytes exposed to a volatile organic compounds cocktail
Anne-Laure Bulteau
Eingestellt am: 31.08.2023
[1] https://www.nature.com/articles/s41598-017-11088-1